„Von Tür zu Tür“ am 16. April 2026

Auf Spurensuche im alten Spelle, was vor oder hinter verschiedenen Türen sich zugetragen hat, waren wir mit ca. 60 Frauen bei frühlingshaften Wetter unterwegs.

Start war an der Kirche mit Rückblick auf den Neubau vor über 50 Jahren. Große Bedenken hatten viele in der Gemeinde. „Dieser moderne Baustil passt doch gar nicht zu uns“, hieß es.

Von der Entwicklung des Krankenhauses zum Altenheim wurde als nächstes berichtet.

Familie Uphaus hatte zu der Zeit einen freien Blick auf das Krankenhaus, bes. auf den OP. Somit waren sie immer im Bilde wenn operiert wurde. Leider war keine alte Tür mehr zu sehen, da der Altbau des Altenheimes fast ganz abgerissen ist.

Weiter ging es zur ehemaligen Gasthof „Zur Linde“, benannt nach dem Baum, der vor der Gaststätte der Familie Müer stand. Hier wurde vom „Speller Schnapsstreik“ erzählt und einige lustige Begebenheiten von Trinkgelagen.

Das nächste Ziel war die Gastwirtschaft Kerk mit alter Poststelle und Maunfaktur- und Lebensmittelladen. Hier wurde von dem regen Betrieb in der Kneipe erzählt, da auswärtige junge Frauen hier angestellt waren. U.a. von einem misslungenem Fensterln und ein von einem vergessenen Brief, da er nicht zuerst zur Poststelle ging, sondern in die Kneipe.

Am Kohbülten wurde auf die Schulen hingewiesen und von alten Schulzeiten erzählt.

Auf dem alten Kirchplatz haben wir viel zu alten Sitten und Gebräuchen aus dem Kirchleben gehört. Von den umliegenden Gaststätten Frankemölle und Segers mit Lebensmittelläden sind noch viele Begebenheiten in guter Erinnerung. Wenn die Kirche zu voll war, wurde während der Predigt schon mal ein Schnaps bei Frankmöller getrunken. Nach der Messe ging es u.a. zu Segers – die Männer nahmen die linke Tür zur Gaststätte zum Frühschoppen und die Frauen die rechte Tür zum Einkaufen in den Laden.

Viel zu erzählen gab es am Wöhlehof mit Heimathaus und dem anliegenden Hof Hölscher.

Abschluss war im Garten von Marita Krage, sie öffnete ihre Gartentür, um uns das alte Hofkreuz, das von ihrem Elternhaus Senker hier einen würdevollen Platz gefunden hat, zu zeigen. Ebenso zwei alte Steinplatten mit Gravur, die in einer Steinbank eingearbeitet sind.

Ein interessanter Gang endete hier mit Pizzabrötchen und Wein. Dabei fand noch ein reger Austausch zu dem Rundgang statt.

Herzlichen Dank an Marita und Hermann-Josef Krage für die Gastfreundschaft, aber auch allen vom „Tür-zu-Tür-Team“ für die Ausarbeitung und Durchführung. Danke auch an die Ehemänner des Vorstandes für die tatkräftige Unterstützung!